Obst

Obstbäume / Obstgehölze

Obstgehölze vereinen wie keine andere Gehölzgruppe Nutzen und Zierwert gleichermaßen.

Unbestritten ist die hohe ernährungs- physiologische Bedeutung der Früchte für eine gesunde Ernährung. Ihr Gehalt an Vitaminen, Fruchtsäuren und Aufbaustoffen ist für jeden Menschen lebensnotwendig. Dazu kommt der visuelle Genuß z.B. einer Apfel- oder Kirschblüte.

Mit so vielen Talenten ausgestattet, bieten Obstbäume und Obstgehölze ein weites Verwendungsspektrum, sei es im privaten Nutzgarten oder, wie „anno dazumal“ auf romantischen Streuobstwiesen.

Die verschiedenen Obstarten haben teils unterschiedliche Standortansprüche, lieben aber in der Regel nährstoffreiche Böden in sonniger Lage.

Unser Obstsortiment im Überblick

Äpfel

Grundsätzlich gilt, je früher die Reifezeit der Äpfel, desto kürzer die Haltbarkeit.

Entscheidend für die Dauer ist der Aufbewahrungsraum. Ganz klar ist, dass Äpfel in alten Kellern mit Lehmboden wesentlich länger frisch und knackig bleiben, als ein durch Heizung warmen und lufttrockenen Lagerraum. Jede Sorte kann bei Überreife mehlig werden.

Die mit einem T gezeichneten Apfelsorten (Topsorten) sollten vorwiegend für den Hausgarten empfohlen werden. Diese sind in den Kriterien Ertrag, Gesundheit, Geschmack, Erziehbarkeit und Pflegeaufwand den übrigen Sorten vorzuziehen und bieten dem Käufer am Ehesten die Gewähr, dass er den bestmöglichsten Erfolg erlebt.

Bei den Büschen haben wir die Sorten entsprechend ihrer Wuchsstärke auf die Unterlagen M 26 bzw. M 9 veredelt. Diese Kombinationen haben sich bewährt und gewährleisten einen entsprechend frühen Ertragsbeginn und beste Fruchtqualitäten.

Ein Pfahl zum Befestigen ist immer erforderlich, ebenso eine offene Baumscheibe von mindestens 0,5 m².

Auch bei Halbstämmen verwenden wir möglichst schwachwüchsige Unterlagen für nicht allzu große Kronen.

Pfirsiche

Hauptproblem bei Pfirsich und Nektarine ist die Kräuselkrankheit. Nur zwei Sorten sind etwas weniger anfällig. Befallen wird immer nur der 1. Austrieb. Der einige Wochen später erfolgende 2. Austrieb bleibt befallfrei.

Alle Pfirsiche verlangen einen warmen Standort und regelmäßigen Schnitt. Alle Pfirsiche sind selbstfruchtbar.

Mehrmaliges Durchpflücken (Sonnenseite zuerst) ist bei allen Sorten immer empfehlenswert.

Nektarinen

Auf Sortenbeschreibung wird verzichtet. Die Nektarine wird als Spielart des Pfirsichs bezeichnet. Dass es sich um eine Kreuzung zwischen Pfirsich und Pflaume handeln soll, ist inzwischen widerlegt worden.

Die Standortansprüche sind mindestens gleich hoch wie beim Pfirsich, ebenfalls die Anfälligkeit für Kräuselkrankheit.

Der Zuckergehalt ist höher als beim Pfirsich, Nektarinen wirken entschlackend, blutreinigend und fördern die Blutzirkulation.

Wirschtschaftsäpfel

Hierbei handelt es sich um ältere Sorten, die sich geschmacklich nicht mit unseren Tafeläpfeln messen können.

Sie werden hauptsächlich als Kelter- bzw. Backäpfel verwendet und gehören zum Sortiment für die Streuobstwiesen.

Sauerkirschen

Das Problem bei den Sauerkirschen war die Monilia – Krankheit. Schattenmorelle ist die anfälligste Sorte, deshalb haben wir sie nicht mehr in unserem Sortiment.

Wichtig für alle Sauerkirschen ist ein regelmäßiger Rückschnitt zur laufenden Fruchtholzerneuerung.

Süßkirschen

Mit der Unterlage Gisela 5 können endlich kleinkronige Süßkirschen in die Gärten gelangen. Der Abstand von Baum zu Baum sollte trotzdem nicht unter 3,5 m sein.

Ein Problem stellt die Kirschmade dar, da für den Hausgarten keine zugelassenen Mittel existieren und die Gelbtafeln nur eine zweifelhafte Waffe darstellen. Die Vermehrung der Kirschfruchtfliege geht umso schneller voran, je weniger die Früchte verarbeitet werden. Kaum Befall hat die Frühsorte Burlat, allerdings freuen sich auch die Vögel auf die ersten Kirschen.

Die meisten und die besten Kirschensorten sind auf Fremdbestäubung angewiesen. Eine gute Problemlösung ist, wenn der Kunde nach ca. 2 Standjahren 1 oder 2 Äste mit einer passenden Sorte umveredelt. Dazu muss er sich aber die gepflanzte Sorte merken. Als Überbrückung kann ein Eimer mit passenden Blütenzweigen dienen.

Alle selbstfruchtbaren Sorten sind auch gute Pollenspender.

Aprikosen

Verlangen ebenso wie Pfirsich einen ausgesprochen warmen Standort. Sehr vorteilhaft sind Wandspaliere in Süd – oder Südwestrichtung.

Problematisch ist die sehr frühe Blüte mit der Gefahr durch Spätfröste. Schutz der Blüte in Frostnächten mit Folien, Vlies, alten Decken etc.

Ein weiteres Problem ist die Anfälligkeit gegenüber Monilia (Spitzendürre). Mehrmaliges Durchpflücken empfehlenswert.

Birnen

Hier stehen nur zwei Unterlagen, Quittenunterlage für Büsche und Halbstämme und die Sämlingsunterlage für Halb- und Hochstämme zur Verfügung. Widerstandfähige Sorten gegen Birnen – Gitterrost gibt es nicht und wird es vermutlich in den nächsten 10 Jahren nicht geben. Abhilfe ist nur möglich mit Spritzungen gegen Schorf, 1 x vor, 2 x in 10 – 14 tägigem Abstand nach der Blüte möglich. Die Beseitigung von Wacholder als Zwischenwirt reicht wegen des weiten Sporenfluges nicht aus.

Bei Birnen ist die Lagerfähigkeit allgemein kürzer als bei den Äpfeln.

Alle Birnen bevorzugen einen warmen Standort.

Zwetschgen

Von einer guten Zwetschge verlangen wir neben dem typischen und intensiven Geschmack, guten Ertrag, gute Steinlöslichkeit, gute Backeigenschaften und Selbstfruchtbarkeit.

Unser Sortiment erfüllt dieser Forderungen und deckt die gesamte Reifezeit ab.

Pflaumen

Rundliche Früchte mit mehr oder weniger deutlich ausgeprägter Bauchnaht.

Das Fruchtfleisch ist weich und saftig. Pflaumen sind nur zum Frischgenuss und für Kompott geeignet. Durchpflücken immer empfehlenswert.

Mirabelle

Renekloden

Früchte mit einer rundlichen Form, beliebte Einmachfrucht sowie zum Frischverzehr. Mehrmaliges Durchpflücken empfehlenswert.

Beerenobst